Betriebliche Altersversorgung

In der Betrieblichen Altersversorgung werden folgende 5 Durchführungswege staatlich gefördert:

Direktversicherung

Pensionskasse

Direktzusage (Pensionszusage)

Pensionsfonds

Betriebliche Altersversorgung

Die Betriebliche Altersversorgung (bAV) verschafft dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, aufgrund seines seit 2002 bestehenden Anspruchs auf Entgeltumwandlung eine attraktive Altersversorgung aufzubauen, welche die spätere Rentenlücke verringern soll. Der Arbeitgeber tritt im Vertrag als Versicherungsnehmer und Beitragszahler auf, der Arbeitnehmer ist die versicherte Person, auf dessen Leben der Vertrag kalkuliert wird.

Der am meisten angewandte Durchführungsweg ist die Direktversicherung (§ 3,63 EStG). In 2015 werden monatlich 242 EUR staatlich gefördert (4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, zudem stehen weitere 150 EUR mtl. steuerfrei zur Verfügung, sofern der Arbeitnehmer keine Direktversicherung aus der Zeit vor 2005 besitzt (pauschalierte Direktversicherung nach § 40 b EStG). Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse machen die Direktversicherung etc. für den Arbeitnehmer zu einer besonders attraktiven Form der Altersvorsorge. Die Einbeziehung von Vermögenswirksamen Leistungen (AG-Zuschuss mit und ohne AN-Beteiligung) wirkt sich zusätzlich renditesteigernd aus, da die VL nur bei der Verwendung in der bAV sozialversicherungsfrei sind.

Schließlich kann der „Renditehebel“ der bAV durch Zuschüsse des Arbeitgebers (z. B. aus ersparten Sozialversicherungs-Beiträgen) noch kräftig erhöht werden.

Die früheste Inanspruchnahme (Rente oder Kapital oder eine Kombination aus beiden) ist ab dem vollendeten 62. Lebensjahr erstmals möglich. Die beim Vertragsende fällige Kapitalauszahlung bzw. Rente incl. Überschussbeteiligung ist vom Arbeitnehmer mit seinem Spitzensteuersatz im Rentenalter zu versteuern. Zusätzlich fallen Sozialversicherungsbeiträge für einen Zeitraum von 120 Monaten an. Dennoch ist eine bAV wie z. B. die Direktversicherung eine besonders wegen bzw. auch trotz der aktuell anhaltenden Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten eine sehr attraktive Anlageform, deren Renditen i. d. R. deutlich über den privaten Vertragsformen liegt.

Vorteile der Direktversicherung (bAV):

Hohe Rentabilität durch Steuer-, Sozialversicherungs- und ggf. Rahmenvertragsvorteile

Freiwillige Arbeitgeberzuschüsse als zusätzlicher Renditeturbo

Auch vollständig arbeitgeberfinanzierte bAV möglich

Vermögenswirksame Leistungen sind nur in der bAV sozialversicherungsfrei und verringern den Nettoeigenanteil des AN beträchtlich

Sicherheit bei Arbeitslosigkeit (keine Anrechnung auf ALG II bzw. Hartz IV)

Schutz bei Insolvenz des Arbeitgebers durch den Pensions-Sicherungs-Verein

Zahlreiche Produktgestaltungsmöglichkeiten z. B. klassisch, fondsbasiert oder indexorientiert

Vererbbarkeit – somit Hinterbliebenenversorgung gewährleistet

Berufsunfähigkeitsversicherung kann miteinbezogen werden

Flexible Gestaltungsmöglichkeiten, z. B. Zuzahlungen, Beitragsfreistellungen, Zahlungsunterbrechungen etc.

Mitnahme des Vertrags bei Arbeitgeberwechsel

Lebenslange Zusatzrente bei Ausübung des Rentenwahlrechts

Entlastung der vollständig eigenfinanzierten privaten Altersvorsorge

Nachteile der Direktversicherung:

Verfügbarkeit nicht vor dem 62. Lebensjahr

Steuerpflichtige Ablaufleistung bzw. Rentenzahlung im Alter

Sozialversicherungspflicht im Alter, Ausnahme: Privat Krankenversicherte

Beitragsobergrenze maximal 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung

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Beispiel

Bruttogehalt: Arbeitnehmer, 30 Jahre, Bruttogehalt 3.000 EUR mtl., Steuerklasse 1, ledig, Bruttobeitrag Direktversicherung: 150 EUR mtl. als Entgeltumwandlung
Besonderheiten: VL-AG-Zuschuss in Höhe von 26,59 EUR mtl. + Eigenanteil AN in Höhe von 13,41 EUR, AG-Zuschuss in Höhe von ca. 20 % für ersparte Sozialversicherungsbeiträge („Weitergabe“ an AN), Nettobeitrag = tatsächlich vom Arbeitnehmer spürbarer Beitrag = 40 EUR

Dank eines möglichen Arbeitgeber-Kollektivvertrages ergibt sich für den Arbeitnehmer auf Basis des Anlagebetrages von mtl. brutto 150 EUR ein weiterer Zusatznutzen, der einen Renditevorteil von ca. 0,3 – 0,5 % ausmacht.

Warum sollte ich eine bAV (wie z.B. eine Direktversicherung) abschließen?

Aufgrund der zahlreichen Fördermöglichkeiten (siehe Vorteile …) gibt es aktuell in Bezug auf attraktive Renditemöglichkeiten keine besseren Anlageformen als die bAV respektive die Direktversicherung. Insbesondere dann, wenn zu den staatlichen Fördervorteilen noch Arbeitgeberzuschüsse, VL oder Beitragsnachlässe durch Rahmenverträge hinzukommen.
So günstig wie bei einer bAV kann eine private Altersvorsorge i.d.R. nicht gestaltet werden.

Alternativen zur Direktversicherung:

Im Rahmen der staatlich geförderten Entgeltumwandlung nach § 3,63 EStG kommt für den AN der Durchführungsweg der Pensionskasse in Frage. Der geförderte Rahmen ist derselbe wie bei der Direktversicherung.

Sofern der Arbeitnehmer mehr Beitrag als 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung anlegen möchte, bietet sich als Durchführungsweg die „Unterstützungskasse“ an. Die Direktzusage (Pensionszusage) findet zumeist Anwendung bei der bAV für Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH bzw. bei leitenden Angestellten.

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